In einem Opening Event der HYBRID Biennale 2026 können spannende Einblicke in international und dynamisch wachsende Netzwerke innovativer Institutionen an den Schnittstellen von Kunst, Forschung und Technologie gewonnen werden. Beispielhaft werden die Künstlerin Silke Grabinger, Michael Eickhoff (Akademie für Theater und Digitalität Dortmund) und Christian Zöllner (FABMOBIL/The Constitute und Akademie für angewandte Zukunft Oberlichtenau) ihre Projekte und Institutionen präsentieren. In einem abschließenden und gemeinsamen Panel u. a. mit Uwe Richter (Abteilungsleiter Smart City und Stabsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft Dresden), Han-Yu Feng und Yun Nien (NAXS Studio Taiwan) wird die Diskussion erweitert und für das Publikum geöffnet.
Die österreichische Künstlerin und Choreografin Silke Grabinger hat sich in den letzten Jahren sowohl künstlerisch als auch wissenschaftlich mit den Zusammenhängen von Kunst, KI und Robotik auseinandergesetzt und in verschiedenen Formaten bei Festivals und Institutionen in Wien, Linz, Venedig, Berlin, London oder Asien präsentiert. In einer Keynote und Kurzperformance stellt sie das Konzept „[Who] Rules to Encounter“ vor, in dem sie Interaktionen von KI-Systemen und humanoider Robotik künstlerisch erforscht. Das Projekt wird von der Kulturstiftung des Bundes über mehrere Jahre im Programm „Kunst & KI“ gefördert und in Kooperation mit der Akademie für Theater und Digitalität Dortmund entwickelt.
Die Akademie für Theater und Digitalität Dortmund wurde 2023 in einem hochmodernen, rund 2000 qm großen Neubau als Ort eröffnet, an dem künstlerische Praxis und technologische Entwicklung untrennbar miteinander verbunden sind. Hier erforschen und erproben Theatermacher*innen und Creative Technologists, wie die Darstellenden Künste unter den Bedingungen tiefgreifender technologischer Veränderungen weiterzuentwickeln sind: ästhetisch, strukturell und institutionell. 2019 als sechste Sparte des Theater Dortmund gegründet ist die Akademie heute ein international herausragendes künstlerisches Forschungsinstitut und als ein wichtiger Netzwerk-Knotenpunkt eine vielfach nachgefragte Kooperationspartnerin in regionalen und internationalen Projekten. An der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft angesiedelt reichen die Arbeitsgebiete der Akademie von künstlerisch-technischer Forschung und prototypischer Entwicklung über anwendungsorientierte Erprobung und praxisnahe Beratung bis hin zur kulturpolitischen Diskursbildung und Vernetzung zwischen Akteur*innen aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. Zusätzlich wird ab 2026 wird die Geschäftsstelle des NRW-Kompetenznetzwerks für Künstliche Intelligenz in den Künsten „K3 KI.Kunst.Kultur“ als Teil der Akademie für Theater und Digitalität Dortmund aufgebaut.
Die Akademie für angewandte Zukunft entsteht in den nächsten Jahren mit Unterstützung der Digitalagentur Sachsen und der Schweizer Drosos Stiftung im Barockschloss Oberlichtenau, zwischen Bautzen und Hoyerswerda, als Ort der Begegnung, Forschung und Experimente für junge Menschen. Neben Laboren wird es Unterkünfte, Gewächshäuser, eigene Energieanlagen und jede Menge neue Perspektiven geben, die in Summer Schools, Residenzen, Kursen und Workshops gemeinsam entwickelt werden.
Silke Grabinger

Foto: Meinrad Hofer
Die Künstlerin und Choreografin Silke Grabinger verbindet in ihren Arbeiten und Konzepten urbanen und zeitgenössischen Tanz mit performativer Kunst und Robotik. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Phänomenen, künstlerischen Paradigmen und der Funktion bzw. Stellung des Publikums. Sie ist Gründerin und künstlerische Leiterin der Tanzcompanies SILK Cie. und SILK Fluegge. 2021 eröffnete sie in einer ehemaligen Kapelle in Linz das KLISCOPE, einen interdisziplinären Ort für Tanz und Kunst.
Michael Eickhoff

Foto: DIVR XR Science Award
Michael Eickhoff studierte Geschichte, Germanistik und Soziologie in Bielefeld und Paris. Von 2010 bis 2020 war er Chefdramaturg am Schauspiel Dortmund, wo er Inszenierungen begleitete, Diskursreihen, Festivals und Gastspiele kuratierte und die Akademie für Theater und Digitalität mit aufbaute. Seit 2020 arbeitet er dort zu Dramaturgie, internationaler Vernetzung und Kooperationen zwischen Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft.
Christian Zöllner

Foto: Michel Klehm
Christian Zöllner arbeitet an der Schnittstelle von Produkt- und Interaktionsdesign, Designforschung und -lehre. Er lehrte u. a. in Amsterdam, Kiel und Wuhan und leitete über sechs Jahre Projekte zur experimentellen Produktentwicklung an der UdK Berlin. Seit 2018 ist er Professor für experimentelles Design an der Burg Giebichenstein. Seine Schwerpunkte sind Zukunftsprognosen, Design Fiction und spekulative Kunstpraktiken.












