Magdalena Górniekiewicz

INVISIBLE CHAOS PRACTICE (ICP) ist eine von Magdalena Górnikiewicz entwickelte interdisziplinäre Methode, die im Bereich der darstellenden und bildenden Kunst angesiedelt ist und zeitgenössischen Tanz, Tanztheater, Improvisation sowie automatisches Zeichnen miteinander verbindet. Ziel dieser Praxis ist es, einen laborähnlichen Raum zu schaffen, der der Erforschung der Rolle des Körpers sowie der Analyse von Vorstellungskraft und Wahrnehmung im Kontext des zeitgenössischen Tanzes und der Improvisation gewidmet ist. Indem Gedanken und Sinneserfahrungen als Skizzen auf Papier festgehalten werden, wird das Unsichtbare greifbar und anschließend wieder verkörpert. Diese Aufzeichnungen dienen sowohl als Dokumentation als auch als Grundlage für weitere Erkundungen in Richtung objektiven und subjektiven Minimalismus. Der Ausgangspunkt besteht darin, Emotionalität und Körperbewusstsein im Raum zu beobachten und dabei Inspiration aus dem Alltag, der Musik und der Literatur zu schöpfen. 

Eine zentrale Strategie innerhalb von ICP ist „Less Is More“, die den Minimalismus in der performativen Kunst hervorhebt und Sensibilität, emotionale Intimität und Intentionalität zelebriert. Die ICP-Methode wurde aus dem Wunsch heraus konzipiert, innere Narrative und deren Randbereiche zu untersuchen, fernab vom Druck, etwas produzieren oder einen Wert beweisen zu müssen. Sie gründet auf der Überzeugung, dass das, was bereits in Körper und Geist vorhanden ist, ausreichend und reich an vielfältigen Perspektiven und Möglichkeiten ist, und schafft so einen sicheren Raum für performative Praxis. 

Diese Forschung stützt sich neben persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen auf die Praktiken von Deborah Hay sowie auf die Schriften von Susan Leigh Foster, Kathleen Lennon, Maurice Merleau-Ponty, Miranda Tufnell & Chris Crickmay und Stanton B. Garner, Jr. 

Biografie

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Foto: Till Dunk

Magdalena Górnikiewicz ist Tänzerin und Choreografin in Brüssel und Krakau mit Schwerpunkt auf Tanztheater, Improvisation und bildender Kunst. Sie arbeitet freiberuflich, gehört dem Kollektiv WEi an und ist Spinning-Trainerin bei Rostudios Bxl. Sie schloss BA und MA an der Northern School of Contemporary Dance in Leeds mit Auszeichnung ab und studierte außerdem in Stavanger und München. Sie arbeitete u. a. mit Gecko Theatre und Dan Canham und trat europaweit auf. Aktuell entwickelt sie die „Invisible Chaos Practice“, die Phänomenologie, Kinästhetik, automatisches Zeichnen und Bewegung verbindet.

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Förderung

Die Residenz und das Open Studio findet statt in Kooperation mit dem Adam-Mickiewicz-Institut Warschau im Rahmen des Projektes International Dance Alliances, kofinanziert vom polnischen Ministrium für Kultur und Nationalerbe