Festspielhaus Hellerau

PREISTRÄGER TANZPLATTFORM SACHSEN

Johanna Roggan und Hermann Heisig erhalten für ihre Arbeiten Wo es eben passt, Kapitel II (Roggan) bzw. Slap/Stick (Heisig) die zur Tanzplattform Sachsen ausgelobten Produktionszuschüsse. Das Preisgeld in Höhe von jeweils 7.000 Euro wird von HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden und dem Societaetstheater Dresden als Koproduktionszuschuss für zwei neue Produktionen der Preisträger vergeben, die 2014 in beiden Häusern erarbeitet werden. Die Entscheidung traf eine unabhängige Jury, die alle Produktionen im Laufe der Tanzplattform gesichtet hat. Der Jury gehörten Carmen Mehnert (Programmleiterin Performing Arts HELLERAU), Andreas Nattermann (Geschäftsführer Societaetstheater) und Dr. Patrick Primavesi (Professor für Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig und Direktor des Tanzarchivs Leipzig) an.

Begründungen der Jury:

„Die Jury vergibt die beiden Preise an zwei Produktionen, die sich unterschiedlichen Wahrnehmungen und Sichtweisen von Tanz und Bewegung im Raum widmen. Dies gelingt ihnen, indem sie die Präsentation des Körpers mit außergewöhnlichen ästhetischen Mitteln radikal, überraschend und unterhaltsam in Frage stellen. Slap/Stick ist eine präzise Auseinandersetzung damit, was es bedeutet zu tanzen. Heisig führt auf humorvolle Art die Anstrengung vor, Bewegung und somit Tanz zu konstruieren. Dabei bezieht er sich auf Referenzen aus dem Slapstick, die ein präzises Timing erfordern, und richtet seinen Fokus immer wieder auf das Publikum, das sich staunend und irritiert als Teil dieser Studie begreifen kann. Johanna Roggan untersucht in ihrem Stück Wo es eben passt, Kapitel II verschiedene Taktiken der Ortung des Entzugs eines Individuums vor Zuschauern. Ihre Arbeit spielt mit einer ungewöhnlichen Raumkonstruktion, die ganz unterschiedliche Wahrnehmungsweisen beim Publikum auslöst“.

Europäisches Zentrum der Künste Dresden