Festspielhaus Hellerau

Neue alte Fassade

Das Festpielhaus hat seine neue alte Fassade wieder. Nach sechs Jahren Bauzeit und einjähriger Komplett-Einrüstung sind die Gerüste gefallen, die Bauzäune verschwunden und der Blick endlich frei auf die von Neuem strahlende Fassade samt Yin-und-Yang-Zeichen im Giebel. Nicht nur das Innere des Festspielhauses wurde anhand der Tessenow'schen Skizzen und Pläne rekonstruiert, auch die Sanierung der Außenfassade hatte zum Ziel, so viel wie möglich von der originalen Substanz zu erhalten. Dafür unternahm man restauratorische Voruntersuchungen, die die Haltbarkeit des Fassadenputzes evaluierten und seinen Aufbau und die originale Farbigkeit untersuchten. Die beauftragten Restauratoren haben daraufhin die erhaltenswerten Putze gefestigt und ermöglichten so eine spätere Integration in Neuputzflächen. Mit dem ersten Bauabschnitt (2004-2006) wurde die allgemeine Spielfähigkeit des Hauses wieder hergestellt und mit dem zweiten Bauabschnitt (2008-2011) nun 95% des Festspielhausgebäudes nutzbar. Die umfassenden Sanierungen am Festspielhaus HELLERAU sind mit Investitionen in Höhe von 18,5 Mio. Euro der Landeshauptstadt Dresden und des städtebaulichen Denkmalschutzes realisiert worden. Trotz dieser umfangreichen Erneuerungen steht jetzt noch die Sanierung der Freifläche, der kompletten Kaserne Ost und Teile der Kaserne West sowie der Neubau von Lagermöglichkeiten und Werkstätten aus. Insbesondere die Rekonstruktion der Kaserne Ost hat oberste Priorität, da hier dringend benötigte Probenräume und Künstlerapartments entstehen sollen. Damit wäre HELLERAU noch ein Stück näher an der Verwirklichung der Idee eines Arbeitsplatzes Kunst.

Europäisches Zentrum der Künste Dresden